Der Schwindler spricht

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 34/01 vom 22.08.2001

MUSIK. Leonard Cohen singt wieder: Der Meister des morbiden Liebeslieds hat nach Jahren des Schweigens die Mönchsrobe abgelegt. Mit dem "Falter" sprach Cohen über seine Zeit im Zen-Kloster, über seine Vorliebe für billige Synthesizer und sein neues Album, das im Oktober erscheinen wird.

Vor zwei Jahren stieg ein weißhaariger Mann Mitte sechzig vom Berg herab. Knapp fünf Lenze hatte Leonard Cohen als Mönch in einem abgeschiedenen Buddhistenkloster am kalifornischen Mount Baldy unter den Fittichen des Roshi, seines mittlerweile 94-jährigen spirituellen Lehrers, verbracht. Er tat sich mit zwei alten Bekannten - der Tontechnikerin Leanne Ungar und der Sängerin, Arrangeurin und Songwriterin Sharon Robinson - zusammen und begann, in der Verschwiegenheit seines Heimstudios am Comeback zu basteln.

  Das Produkt dieser intimen Zusammenarbeit erscheint im Oktober unter dem prosaischen Titel "Ten New Songs" - das erste Cohen-Studioalbum seit "The Future" (1992) vor fast zehn Jahren. Die


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