BEST OF COHEN: Songs of a Ladies' Man

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 34/01 vom 22.08.2001

Songs of Leonard Cohen (1968)

Cohens Debüt ist ein spartanisch arrangiertes Liedermacheralbum: eine Stimme, eine akustische Gitarre, sonst (fast) nichts. Es beginnt mit dem Evergreen "Suzanne", der davon handelt, wie Cohen die Frau kennenlernte, mit der er später zwei Kinder haben wird; mit "So Long, Marianne" folgt etwas später pikanterweise auch ein Abschiedslied für seine langjährige norwegische Geliebte, die er bald nach Erscheinen des Albums endgültig verlassen wird. Kein Wunder, dass die Platte mit verweifeltem Greinen ausklingt: Der Mann hats nicht leicht mit den Frauen. Schön, dass wir dabei zuhören dürfen.

Songs from a Room (1969)

Für seine zweite Platte ging Cohen nach Nashville, was am Sound allerdings nicht viel verändert hat; dafür sind die Texte noch depressiver geworden. Nicht nur wegen des (eher langweiligen) Klassikers "Bird on the Wire" gilt das Album in der Cohen-Forschung als sein bestes. In "Seems So Long Ago, Nancy" erzählt er eine tieftraurige Selbstmörderinnengeschichte,


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