Die ganze Affenbande brüllt

Kultur | DREHLI ROBNIK | aus FALTER 34/01 vom 22.08.2001

FILM. Tim Burtons Neuverfilmung von "Planet of the Apes" macht auf heiter, überraschend und römisch - und lässt alles weg, was an dem klassischen Science-Fiction-Stoff interessant sein könnte. 

Alles endet mit einer bösen Überraschung. Schon im Finale von Franklin J. Schaffners "Planet der Affen" (1968) war der per Raumkapsel ebendort gestrandete Held bass erstaunt: Der Anblick der zertrümmerten Freiheitsstatue machte ihm schlagartig klar, dass der Planet der Affen die Erde war; er war in deren Zukunft gelandet, in der ein Atomkrieg die Menschen zu grunzenden Wilden und sprechende Affen zur regierenden Spezies gemacht hatte. Und weil er Charlton Heston war - ein Hollywood-Moses, der alsbald den "Omega-Mann" spielen sollte und als solcher auf den Typus des an der Schlechtigkeit der Menschheit Verzweifelnden abonniert -, fiel er auf die Knie und schrie: "Ich verfluche euch!"

  Nachdem diese Pointe vergeben ist und die Neuverfilmung dennoch mit einer ernüchternden Schlusswuchtel


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