Land der lebenden Leichen

Kultur | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 34/01 vom 22.08.2001

FILM. "Jesus' Son" ist das sympathische Porträt eines jugendlichen Herumtreibers in den USA der Siebzigerjahre. 

Now, let me start at the beginning" schlägt die Erzählerstimme aus dem Off vor. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits sieben Minuten von "Jesus' Son" vergangen: das Warten in der kalten Einöde einer Überlandstraße sowie die nächtliche Autofahrt eines Anhalters, die in der Notaufnahme eines namenlosen Provinzkrankenhauses endet. Eine Episode läuft aus, eine andere beginnt nicht weniger lakonisch: "That's how I got mixed up with Michelle."

  Michelle, das ist eine junge Frau (Samantha Morton), die den flüchtigen Mittelpunkt im Leben des Erzählers bildet. Dieser (Billy Crudup) hat keinen bürgerlichen Namen, nur einen Spitznamen - FH, das Kürzel für "Fuckhead". Die frühen Siebzigerjahre, Iowa, eine Party: Michelle wirbelt wie selbstvergessen zur Musik durch den Raum. Wenig später werden sie und FH sich küssen, eine Nacht verbringen, sich einen Schuss setzen.

  "Jesus'


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