"Ich sind andere"

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 34/01 vom 22.08.2001

LITERATUR. Der deutsche Autor Helmut Krausser kann mit 37 Jahren bereits auf ein umfangreiches Werk zurückblicken. Mit dem "Falter" sprach er über seine "Schmerznovelle", Schizophrenie und die Freuden des Tagebuch-Schreibens.  

Der Mann ist ein Tausendsassa. Der Münchner Helmut Krausser, 37, gehört zu den produktivsten deutschsprachigen Autoren und hat in den letzten 15 Jahren eine Vielzahl von autobiografischen ("Fette Welt") und historisch-mythischen Romanen ("Thanatos", "Der große Bagarozy"), Tagebuchbänden ("Mai" bis "Dezember"), Gedichten, Dramen sowie Libretti geschrieben. Doch nicht nur die schiere Menge des Produzierten beeindruckt - das ist alles einfach verdammt gut geschrieben, gerade die Tagebücher, in denen Krausser über die Durchschnittlichkeit der Gegenwartsliteratur poltert und dagegen schon mal Jünger und Nietzsche auffährt, verfügen über einen enorm hohen Suchtfaktor.

  Daneben pflegt er aber auch seine Hobbys fast professionell: So war Krausser Sänger der


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