"Teurer Mistplatz"

Politik |  Eva Weissenberger | aus FALTER 35/01 vom 29.08.2001

Millionendeal Die Stadt Wien kauft das ehemalige Waagner-Biró-Werk in Stadlau. Und der Hauptaktionär des Unternehmens, Herbert Liaunig, zieht eine Klage gegen den Bürgermeister zurück. Zufall? EVA WEISSENBERGER

Sie haben einander wieder lieb: "Friedensschluss Häupl/Liaunig" meldete die Kronen Zeitung kürzlich. Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl habe sich "formvollendet" beim Hauptaktionär des Stahl- und Maschinenbauunternehmens Waagner-Biró, Herbert Liaunig, entschuldigt. Und Liaunig habe daraufhin gemeint: "Wenn ein Politiker die Größe aufbringt, so etwas zu tun, warum soll ich ihm dann noch böse sein?"

Die Vorgeschichte: Im März 1999 schmiss Waagner-Biró 430 Mitarbeiter raus, 270 davon im Wiener Werk in Stadlau. Häupl beschimpfte Liaunig daraufhin als "großkapitalistischen Potentaten", der ihn "beschwindelt" habe. Denn bei der Übernahme von Waagner-Biró 1995 habe Liaunig versprochen, den Standort Wien nicht nur zu erhalten, sondern auszubauen. Liaunig klagte Häupl


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