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Stadtleben | aus FALTER 35/01 vom 29.08.2001

Street to Prater

Eigentlich hätte die Praterstraße ein toller Boulevard sein können, so wie ursprünglich geplant. Man entschloss sich im Zuge des U-Bahn-Baus aber für eine vierspurige Beschleunigungs-Teststrecke und damit für die Vernichtung jeglichen Stadtlebens. Vielleicht kommt mit den neuen Büros trotzdem frischer Wind, beislmäßig bringen solche Umstände für gewöhnlich aber eher die seelenlosen Schnellabfertigungen mit sich. Ein paar nette Platzerln gibts allerdings schon jetzt:

Osteria Stradina, 2., Praterstr. 40, Tel. 212 18 12, Mo-Fr 11-14.30, Mo-Sa 18-23 Uhr.

Eine trentinische Eismacherfamilie bietet hier die Küche ihrer Heimat, und das zählt dann zu den bemerkenswertesten Italo-Regionalküchen dieser Stadt. Im Untergeschoß ist fein sitzen, ebenerdig fährt man eher das bunte Café. Sehr zu empfehlen: die Weine aus dem Trentino.

Tempel, 2., Praterstr. 56, Tel. 214 01 79, Di-Sa 18-24 Uhr.

Der Klassiker unter den Leopoldstadt-Lokalen, hat den Umzug von der Tempelgasse in die ehemaligen Klosterstallungen im Hinterhof der Praterstraße unbeschadet überstanden. Im wahrsten Sinne des Wortes: sympathische Reminiszenzen an die späten Achtziger, spannende Küche.

Hansy, 2., Praterstr. 67, Tel. 214 55 72, tägl. 9-23 Uhr.

Beisl, wie es im Buche steht, viel besser, als man es an dieser Location (Praterstern) erwarten würde. Gehört so wie das Salzberg der Eisenstädter Haydn-Brauerei, besticht vor allem durch seine Außenverfliesung.

Zum Mahder, 2., Praterstr. 19, Tel. 0676/679 64 34, Mo-Fr 11-23 Uhr.

Bei der Nachbarschaft beliebtes Beisl, dessen Atout ohne Zweifel sein netter Garten ist. Küchenmäßig fährt man die gewohnt wienerisch-italienische Schiene. Keine Höhepunkte, aber freundlich.


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