Die Furcht der Tschikdealer

Klaus Stimeder | Stadtleben | aus FALTER 35/01 vom 29.08.2001

Trafiken Nach dem Raubmord an einem Trafikinhaber in Ottakring herrscht unter Wiens Trafikanten Angst.

Die silbernen Benzinfeuerzeuge der Kultmarke "Zippo" glänzen immer noch in der Auslage. Aber das schmiedeeiserne Gitter, das der schmalen Eingangstür vorgelagert ist, bleibt geschlossen, die beiden Zigarettenautomaten, die daneben aus der Mauer ragen, sind mit der Aufschrift "Außer Betrieb" versehen. Die Trafik in der Ottakringer Straße harrt noch ihrer neuen Bestimmung. Am Montag, den 13. August, fand hier gegen Mittag ein Überfall statt. Ein bislang unbekannter Täter rammte dem 51-jährigen Kurt Zerawa ein Messer in die Brust. Eine Woche später starb der Trafikinhaber an den Folgen des Attentats. Ein paar Häuserblocks weiter überlegt man, was jetzt zu tun ist. "Natürlich heißt es immer, man soll sich nicht wehren. Aber was weiß man schon, wie man reagiert", sagt Trafikinhaber Christian Bauer. Mit "Bestürzung und Wut" beschreibt der stämmige 40-Jährige seine Gefühle, als

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