DOLM DER WOCHE: K.-H. Grasser

Politik | aus FALTER 36/01 vom 05.09.2001

Der GrasserMania scheint nun die Grasser-Depression zu folgen. Ein ganz normaler wirtschaftlicher Zyklus, sollte man meinen. Aber bei Strahlemännern, bei denen die Schaumkrone heller zu schäumen scheint als bei anderen, kommt einem das Wellental eben auch ein wenig düsterer vor. Alle wissens: Nur der Wellenreiter selbst, der Finanzminister, ein echter Konjunktur-Cowboy (als gelernter Österreicher allerdings mit Rückkehrrecht zu Onkel Frank, dem Exarbeitgeber), hats noch nicht geschnallt: Es riecht nach Rezession, und da braucht es eine andare Finanzbollidig als in der Hochkonjunktur. Was aber tut Medienmusterknabe Grasser? Er schlägt weiter unverdrossen Sparschaum und versucht, das Publikum mit Sätzen wie diesen einzuseifen: "Wir wollen einen ausgeglichenen Haushalt." Und: "Wir wollen ein Paket für Österreich machen." Wer Pakete schnürt, gehört zur Postgewerkschaft! Die braucht jetzt eh einen Pressesprecher.


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