Zurück in den Iran?

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 36/01 vom 05.09.2001

ASYL. In einem vertraulichen EU-Papier vertritt das Innenministerium einmal mehr eine kleinmütige Haltung gegenüber afghanischen Flüchtlingen. 

Sind afghanische Flüchtlinge im Iran vor "unmenschlicher und erniedrigender Behandlung" sicher? Oder müssen sie fürchten, zu den Taliban-Milizen abgeschoben zu werden? Innenminister Ernst Strasser vertritt dazu merkwürdige Positionen, die in einem vertraulichen Sitzungsbericht des EU-Ausschusses für "Einwanderungs-, Grenz- und Asylfragen" (SCIFA) festgehalten wurden.

Mitte Juli trafen sich die Vertreter der EU-Innenminister in Brüssel: Auf Antrag Österreichs hielt Wolf Szymanski, ein Sektionschef Strassers, einen Vortrag. Er klagte über den "enormen Anstieg afghanischer Flüchtlinge in Ö". Szymanski hielt fest: "Es hat sich gezeigt, dass sich in letzter Zeit nicht nur ,Intellektuelle' zur Flucht aus Afghanistan entscheiden, sondern vermehrt auch der Durchschnitt der Bevölkerung (...). Es war daher besonders wichtig, für alle Flüchtlinge


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