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Medien | GERALD JOHN und EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 36/01 vom 05.09.2001

ORF. Ahnungslose Kandidaten, benachteiligte Seher und eine Kür von Kanzlers Gnaden: Die Wahl zum Publikumsrat ist mehr Desaster als Demokratie.

Anton Pfeffer ist Fußball-Trainer. Wenn er spricht, klingt es immer nach Fußball, auch wenn es gar nicht darum geht. "Ich habe nur sehr wenige Chancen", sagt er, "denn im erweiterten Kader sind über 200 Kandidaten." Bei der Wahl zum ORF-Publikumsrat. Der Austrianer ist einer von 230 Vertretern der Interessen von - ja, von wem eigentlich?

  Als Teamverteidiger machte Pfeffer dicht. Heute beweist er Mut zur Lücke: "Ich bin nicht informiert." Sorgen braucht sich Kandidat Pfeffer deswegen aber noch keine zu machen. Denn die Konkurrenz schläft auch. Der Falter hat Bewerber für den Publikumsrat, die Hörer- und Sehervertretung des ORF, über ihre Ideen befragt und ihr Fachwissen getestet (siehe Interviews). Einige waren überraschend ahnungslos.

  Das ist die neue Demokratie im ORF: Sechs der 35 Mitglieder des Publikumsrates werden von den Sehern


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