"Kein Salzamt bleiben"

Ex-moderator Hans Paul Strobl

Medien | aus FALTER 36/01 vom 05.09.2001

Falter: Warum kandidieren Sie?

Strobl: Ich habe 21 Jahre lang miterlebt, wie die SPÖ den ORF beherrscht hat. Die Anrufe von Bruno Kreisky haben am Küniglberg Erdbeben verursacht. Und dann behaupten Leute wie der Karl Blecha, die selbst die Schlimmsten waren, sie wollten den ORF vor politischem Einfluss retten.

Welche Kompetenzen hat der Stiftungsrat?

Er tagt fünfmal im Jahr, und das Essen soll sehr gut sein. Im Ernst: Wir müssen dafür sorgen, dass der Publikumsrat kein Salzamt bleibt.

Wie soll das gehen?

Wir müssen mit der Geschäftsführung einen befruchtenden Dialog suchen. Über die Anliegen des Publikumsrates sollte in Sendungen des ORF diskutiert werden. Dann können seine Vorschläge auch nicht mehr einfach weggewischt werden.

Was hielten Sie von einem Stiftungsratsvorsitzenden Gerd Bacher?

Dagegen würde ich auf jede noch so hohe Barrikade steigen. Er war der Totengräber des bürgerlichen Lagers und hat es zu verantworten, dass der ORF mit Betäubungsmitteln ruhig gestellt wurde.

Welches ist das schlechteste Programm?

Ö3 - da zieht es mir die Schuhe aus. Dativ und Akkusativ gibt es sowieso nicht mehr. Dafür aber jede Menge Fäkalausdrücke.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige