Auf kleiner Flamme

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 36/01 vom 05.09.2001

FILM. David Mamet verzichtet in "The Winslow Boy" auf opulente Ausstattung und ersetzt dramaturgisches Pathos durch subtile Eleganz. 

Das 19. und frühe 20. Jahrhundert erfreute sich in den letzten Jahren einer auffälligen Beliebtheit im Kino: Roman-Verfilmungen (Jane Austen, Charles Dickens, Henry James, Edith Wharton) standen auf der Tagesordnung, und selbst Mike Leigh - bislang eher an den jeweils gegenwärtigen Befindlichkeiten der britischen Gesellschaft interessiert - entdeckte zuletzt die Operettenwelt von Gilbert und Sullivan ("Topsy Turvy").

  Nun hat sich der amerikanische Dramatiker, Drehbuchautor und Regisseur David Mamet eines Falles angenommen, der in den Jahren 1908 bis 1910 ganz England beschäftigte: "The Winslow Boy" (dt.: "Winslow Boy") handelt vom Kampf der Familie Winslow um Ehre und Gerechtigkeit. Der 13-jährige Kadett Ronnie Winslow (Guy Edwards) ist vom Marine-College geflogen, weil er angeblich etwas gestohlen hat, was im Presseheft als Fünf-Shilling-Briefmarke


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