Schließt das MMK!

Kultur | CHRISTINE RESCH und HEINZ STEINERT | aus FALTER 36/01 vom 05.09.2001

KUNST. Die Institution des Museums für moderne Kunst ist völlig verstaubt. Statt zeitgenössische Kunst zu vermitteln, produziert sie eine anachronistische Museumskunst und übernimmt Aufgaben, die sie getrost Galerien und dem Markt überlassen könnte.  

Das Museum für moderne Kunst (MMK), wie wir es in jeder Stadt, die auf ihr Image hält, vorfinden, verfehlt heute seine öffentliche Aufgabe der Aufklärung in Bezug auf zeitgenössische Kunst. Es hat keine spezifische Funktion im Kunstbetrieb, die seine öffentliche Finanzierung über die gegenwärtigen Sparbudgets hinaus rechtfertigen könnte. Es ist nach etwa dreißig Jahren seiner Existenz im Kunstbetrieb einerseits in seinen Beständen leicht angestaubt, andererseits zur vor allem architektonisch sensationellen Ausstellungshalle für international reisende Kunst-Shows mutiert. Es tritt einerseits immer noch mit dem Anspruch einer dem Markt übergeordneten Verpflichtung und Kennerschaft auf, andererseits wird es von der öffentlichen


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