Zwischen Euphrat und Tigris

Stadtleben | aus FALTER 36/01 vom 05.09.2001

NEUES LOKAL. Durchs liebliche Hütteldorf, das von gastronomischen Trends bisher weitgehend verschont wurde, weht nun der Duft des Orients. Florian Holzer

Als Iskender Yildiz, der Schneider an der Kreuzung der Linzer- mit der Hüttelbergstraße bemerkte, dass das Vorhanggeschäft ein paar Häuser weiter aufgelassen wird, sah er den Zeitpunkt zum Handeln gekommen: Der Mann, der bisher noch nie etwas mit Gastronomie zu tun gehabt hatte, und seine beiden Söhne - der eine studierte Wirtschaft, der andere absolvierte ein Kolleg für Facility-Management - ließen sich auf das kulinarische Abenteuer ein. "Denn ich bin ein sehr gläubiger Mensch, und Gott hat mich bisher mit Glück reich beschenkt", bekennt der Schneider.

Das Glück scheint ihm auch bei seinem seit zwei Monaten offenen "Tigris" treu geblieben zu sein, denn die Hütteldorfer frequentieren das in orientalischer Üppigkeit gestaltete Lokal - strahlend gelbe Wände, orientalische Fliesen, Kronleuchter, Marmorsäulen, schwere Vorhänge

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