PHETTBERGS PREDIGTDIENST: Kapitulieren geht nicht

Stadtleben | aus FALTER 36/01 vom 05.09.2001

... Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet ...

Lk 14,25-33 (Evangelium am 23. Sonntag im Jahreskreis eines Lesejahres C)

Wäre ich ein reicher Multimilliardär, hätte ich vergangene Nacht die Filmindustrien aller Länder beauftragt, je einen Dreiminutenfilm herzustellen, wo ein unglaublich fetter Toter offen aufgebahrt liegt. Der Sargtrog, also der untere Teil, in dem er zu ruhen hat, war in einer gewissen Schnelligkeit, in der der Sarg zu besorgen war, weil der tote Fette in der Tat exorbitant beleibt ist, nicht geräumiger aufzutreiben gewesen, ist also spürbar zu schmal und zu flach, sodass aufgrund dieser Niederwandigkeit der Bauch schwabbelnd überbordet und links und rechts heraushängt. Aufgabenstellung dieser drei Minuten wäre also jetzt, die letzten Minuten der stillen Aufbahrung darzustellen, sodann hätten die Leute vom Bestattungsinstitut heranzutreten, den Deckel auf den Trog zu geben, und den Sarg aus der Aufbahrungshalle


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