Krankjammern

Vorwort | MARKUS MARTERBAUER | aus FALTER 37/01 vom 12.09.2001

WIRTSCHAFT. Kann die Konjunktur schlecht geredet werden? Möglich. Gesundbeten reicht aber auch nicht.  

Man möge nur die Wirtschaftslage nicht schlechter reden, als sie ist. Darin sind sich Bundeskanzler, Wirtschafts- und Finanzminister einig. Schuld an der gegenwärtigen Verschärfung des Konjunktureinbruchs haben Wirtschaftsprognostiker, die die drastische Verschlechterung und den Abwärtstrend der Wirtschaftsdaten öffentlich dokumentieren, Unternehmen, die über die miese Auftragslage jammern, und Oppositionspolitiker, die die rasant steigende Arbeitslosigkeit der Regierung anlasten.

  Sind Psychologie und Emotionen so wichtig geworden, dass die Konjunktur wirklich nach unten geredet werden kann? Wird Wirtschaftspolitik somit zum "Management per Überredung"? Sind harte Fakten zu vernachlässigen, und kann auf konkrete Maßnahmen verzichtet werden?

  Das Auf und Ab der Konjunktur wird von Wellen des Optimismus und Pessimismus getragen. Ganz besonders gilt das für die Investitionstätigkeit

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