In the Line of Fire

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 37/01 vom 12.09.2001

ÖFFIS. Geht es nach der EU, werden Bus, Bim und U-Bahn bald von Privaten betrieben. Die Stadt Wien wehrt sich und schließt mit den Wiener Linien einen umstrittenen Vertrag ab.  

Der hagere Mittvierziger ist Beamter. "Also mir kann es daher Wurscht sein", sagt er: "Dann müssten die im Rathaus halt einen anderen Job für mich finden. Von mir aus im Stadtgartenamt." Trotzdem fände es der Straßenbahner nicht gut, wenn die Wiener Tramway-, U-Bahn- und Bus-Linien verpachtet oder gar verkauft würden: "Schauen Sie, wir machen doch eh, was der Fahrgast, also die Kunde, will: sicher und schnell befördern. Das können die Privaten nicht besser." Angst davor, auf den Schienen Konkurrenz zu bekommen, hat der Straßenbahnfahrer nicht: "Für was haben wir dem Häupl die Absolute gegeben?"

  Die Haltung des Bürgermeisters ist in der Tat kompromisslos: "Ich bin nicht bereit, die Interessen Wiens der Pseudoreligiosität des Liberalismus zu opfern", lautet Michael Häupls Credo. Die absolute Macht


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