"Der Stachel wird stumpf"

KLAUS NÜCHTERN und NICOLE SCHEYERER | Kultur | aus FALTER 37/01 vom 12.09.2001

KUNST. Der Künstler Hans Haacke reagiert mit der Arbeit "Mia san mia" auf die rechte Identitätspolitik Jörg Haiders. Der "Falter" sprach mit ihm über politische Kunst im öffentlichen Raum, über die Hinfälligkeit von Utopien und die Unhintergehbarkeit des Kunstmarktes. 

Der 1936 in Köln geborene und seit 1965 in New York lebende Hans Haacke gilt vielen als Doyen der politischen Kunst. Fest steht, dass er seinen Ruf als Unbequemer wiederholt bestätigt hat: 1971 wurde eine Ausstellung im Guggenheim-Museum abgesagt; Haacke hatte die Machenschaften prominenter Immobilienmakler genau dokumentiert, die Museumsleitung befürchtete Klagen. In zahlreichen Arbeiten, die die verschleierten Zusammenhänge zwischen Kunst, Politik und Wirtschaft zum Thema hatten, befasste sich Haacke mit jener Konzernrealität, die von Mercedes, Mobil, Cartier oder Philip Morris durch das Deckmäntelchen des Kultursponsorings verdeckt werden soll. Dabei griff er die Werbeästhetik der entsprechenden Firmen auf

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