"Kuss, nicht Küssel"

Kultur | WENDELIN SCHMIDT-DENGLER | aus FALTER 37/01 vom 12.09.2001

LITERATUR. In "Portierisch" widersteht Ferdinand Schmatz den Verlockungen des Feistritztales und rettet das Erzählen durch dessen Demontage. 

Ferdinand Schmatz' jüngstes Buch, das sich im Untertitel als Roman deklariert, beginnt mit den Worten: "Ich habe mich entschlossen, keinen Roman zu schreiben." Allerdings stammt diese Devise nicht von dem Ich, das uns das ganze Buch begleitet, sondern von dem Amerikaner Courier, der auf der Suche nach den "Spuren jenes Philosophen ist, der sich in dem Ort weiter unten, vor dem Pass aufgehalten haben soll".

  Schon wissen wir, wo wir sind, denn das erste Kapitel versetzt uns in das "Fustritztal"; viel Wald ist rundherum, auch "Fustritzwald" genannt, und wir können die Assoziation nicht abweisen: Das erinnert an das Feistritztal, und wenn man dort ist, dann ist man in der tiefsten Steiermark. Ich kenne diese Gegend, sie ist gefährlich, und unlängst dachte ich in der Nähe des Alpl, auf einem Holzwege, hier müsse man verdammt Acht geben, um nicht


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