Mut zum Hut


NINA HORACZEK
Stadtleben | aus FALTER 37/01 vom 12.09.2001

SHOP. Schüchterne haben es in Karin Bergmayers Atelier "Hutobjekte" schwer. Wer sich aber modisch ein bisschen etwas traut, der wird begeistert sein.

Die Behauptung, dass Karin Bergmayer einen zukunftsträchtigen Beruf gewählt hat, ist wohl etwas gewagt. Bergmayer ist nämlich Modistin. Sie stellt Hüte für Frauen her. Und der Trend zur Bedeckung des Kopfes ist in unseren Breitengraden - abgesehen von stürmischen Wintertagen - eher rückläufig. Doch die Meistermodistin macht nicht irgendwelche Kopfbedeckungen, sondern Hutobjekte. Von Tüll über Plüsch, Kunstrasen, Perlen, Plastik, Hohlschnüren bis zu Gummi gibt es kaum ein Material, das Bergmayer nicht schon zu Kopfschmuck verarbeitet hat. "Manche meiner Hutobjekte sind wohl nichts für die Straße, sondern eher dekorative Kunstobjekte, die man sich in der Wohnung aufstellen kann", meint Bergmayer. "Schrebers Paradies" wäre so ein Fall: ein riesiges Kunstrasenquadrat für den Kopf mit Schrebergartenhäuschen, Gartenzwergen und natürlich

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