Zoo: Menschen der Woche

Stadtleben | aus FALTER 37/01 vom 12.09.2001

Eine österreichische Tragödie: Die besten heimischen Hardcore-Gruppen Target of Demand, Kurort und Those who survived the Plaque (gibts natürlich alle längst nicht mehr) fusionieren, nennen sich Grant, machen exportfähigen Hardcore, begeistern die Massen und - lösen sich auf. So geschehen vergangenen Dienstag beim VolxTheaterKarawane-Soli im Chelsea. Sänger Rainer Krispel erschien auf seinem letzten Konzert nach dem Punk-Motto "get dressed up to get messed up" im schicken Anzug und brüllte zur Freude von Trost-Records-Chef Konstantin Drobil und Ex-Those-Bassisten Werner Khol ein letztes Mal "Was ist das für eine Scheißwelt, in der Typen wie Wolfgang Schüssel Bundeskanzler spielen dürfen?" ins Mikro, bevor er sich verabschiedete und Wien wieder in eine Hardcore-Wüste verwandelte.

Reinfall. Als frühherbstlicher Flop erwies sich das schon zur Tradition gewordene Flüchtlingsfest in der Arena. Diagnose: massiver Publikumsmangel. An die 200 Gäste verloren sich auf dem Arena-Gelände

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