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Extra | aus FALTER 38/01 vom 19.09.2001

Karriere ist für manchen ein Wert an sich. Sie erhöht die persönliche Bedeutung des Einzelnen in einer Gesellschaft - insofern führt sie zumindest zu Prominenz. Allerdings sind Karrieristen nicht besonders beliebt - vor allem, wenn sie mit unlauteren Mitteln Karriere machen. Man respektiert die Kompetenz oder das persönliche Charisma einer Person, die so genannten »Over-Achiever« werden aber mit einem gewissen Misstrauen beobachtet. Sie vermitteln das Gefühl, ihre Stellung nicht wirklich verdient zu haben. Der gegenwärtige amerikanische Präsident ist ein Beispiel für einen solchen Over-Achiever. Wenn er im Augenblick des höchsten nationalen Notstands davon spricht, in Kontakt mit seinem Vize-Präsidenten zu sein, dann klingt es wie ein Bub, der nach seinem Vater schreit. Die Energie und der Wille eines Karrieristen sind zu loben - aber ohne die entsprechende Persönlichkeit können sie uns vom Wert einer Person nicht überzeugen.


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