Liebe Leserin, lieber Leser!

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 38/01 vom 19.09.2001

Es ist so kleinlich wie peinlich, aber man könnte die Ereignisse auch folgendermaßen schildern: Letzte Woche, während gerade der Falter gedruckt wurde, schlug das erste der entführten, von den Selbstmordterroristen gesteuerten Flugzeuge in den Nordturm des World Trade Center in Manhattan ein. Im Schock versammelte sich unsere Redaktion vor dem TV-Bildschirm und beobachtete, wie das zweite Flugzeug einschlug, wie die Türme brannten und zusammenbrachen, wie das Pentagon brannte und Berichte vom Absturz der vierten Maschine hereinkamen und wie uns die Fernsehsender mit ihren wiederholten Bildern und mit ihrem Dauergequassel benommen machten.

  Der Schock hält an. Wie immer man die Weltlage interpretiert: Sie ist eine andere geworden, und gewiss keine bessere. Eine Woche mit einem diesbezüglich unaktuellen Falter auf dem Markt zu sein, war wohl der geringste Schmerz.

  Obwohl es nicht immer leicht fiel, untätig dem Geschrei der diversen Kriegsgeilen zu lauschen. Diese Woche bringen


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