America Under Attack

Terror | ANTON PELINKA | aus FALTER 38/01 vom 19.09.2001

TERROR. Flaggen sind ausverkauft, eine Uni in Michigan dreht das Leitungswasser ab, ein Sikh wird als vermeintlicher Terrorist aus dem Zug geschmissen. Alle warten auf den Krieg. Der amerikanische Alltag in den "days after". 

Zu den in den USA als selbstverständlich akzeptierten Deutungen des massenmörderischen Angriffs vom 11. September zählt, dass es sich dabei um Krieg handelt. Und die amerikanische Gesellschaft fühlt sich seither auch im Krieg befindlich. In den Tagen danach kehrt zwar Schritt für Schritt Normalität zurück - die Flughäfen werden wieder geöffnet, und in der Wall Street beginnt wieder "business as usual": Diese Normalität hat aber etwas Abgehobenes, etwas Gespenstisches an sich.

  Wer in diesen Tagen keine Flugreise antreten muss und wer nicht in Downtown New York oder im Pentagon arbeitet, hätte keinen Grund zur Annahme, dass sich Amerika im Krieg befindet - außer dass ihm die Medien diese Botschaft ständig vermitteln; außer dass Durchschnittsamerika


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