Quälende Fragen

Terror | JAMES RIDGEWAY / NEW YORK | aus FALTER 38/01 vom 19.09.2001

NEW YORK danach. Ein Reporter der New Yorker Stadtzeitung "Village Voice" über das Leben in der Kriegskulisse Manhattan, die Public-Relation-Manöver des US-Präsidenten und die quälenden Fragen, denen sich amerikanische Behörden nun stellen müssen. 

Sonntag, zwei Uhr früh. Die Bewohner von Downtown Brooklyn werden durch den heulenden Lärm der tief fliegenden Kampfflugzeuge, die zu Kontrollflügen über die Stadt jagen, aus den Betten gerissen. Wie jeden Morgen versammeln sich auch heute wieder Menschen vor der Feuerwehrzentrale in der Union Street. Zwölf von dreißig Feuerwehrleuten sind vermisst. Kerzen werden vor die Tore der offenen Zentrale gestellt. Die Garage ist bedrohlich leer. Vor einem anderen Tor der Einsatzkräfte liegen Blumen. Feuerwehrleute warten aufgereiht. Vor ihnen eine Gruppe von Kindern. Sie bewundern die Feuerwehrleute, feuern sie an.

  Zahlreich unterstützen die Leute im Bezirk die Helfer. Sie versorgen sie mit Essen, spenden Blut und Dollars, sie backen


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