Stars and Strikes

Terror | VERENA RINGLER / New York | aus FALTER 38/01 vom 19.09.2001

REPORTAGE. New Yorker Szenen nach dem Anschlag. Die jungen Pazifisten fordern Krieg unter anderem Namen, Moslems übernehmen ängstlich letzte Insignien der Assimilierung. Vom Platzen einer psychosozialen Bombe. 

Die amerikanische Fahne hat er wie ein Pfadfindertuch um den Hals geknotet. Charmant, gut aussehend und ungefährlich bespricht er am Sonntagnachmittag am Rande des Washington Squares in Südmanhattan mit seinen Freunden die Dinnerpläne. Er hat das Ticket für das junge, hippe, reiche, regenbogenfarbene New York. Er ist dreißig, er ist Model, er wählte Al Gore. Er bezeichnet sich als "einer dieser Friedensleute, ein Hippie, um genau zu sein". Bislang hat sein Persönlichkeitsprofil Amerika nicht weiter verstört. Seit Mittwoch morgen schenkt er allen Freunden US-Flaggen aus Stoff. Seit Mittwoch morgen sagt J. D. Fergusson, "dass Amerika in den Krieg muss". Und er ist stolz darauf. "Noch nie war ich so glücklich, wenn ich unsere Fahne sah. So lange lebten wir fern voneinander


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