"Lieber Sepp ..."

Politik | GERALD JOHN | aus FALTER 38/01 vom 19.09.2001

WIENER SPARPLÄNE "... unter Kenntnis solcher Vereinbarungen hätte ich das Amt als Stadträtin nicht angenommen": In einem vertraulichen Brief an Vizebürgermeister Sepp Rieder rechnet Gesundheitsstadträtin Elisabeth Pittermann mit dem Sparkurs des roten Wien ab. Werden Krankenbetreuung, Pflegedienste und Rettungsfahrten eingeschränkt? 

Die Gesundheitsstadträtin war sauer. Nur eine freundliche Anrede rang sie sich noch ab. "Sehr geehrter Herr Vizebürgermeister, lieber Sepp!", schrieb Elisabeth Pittermann an ihren Partei- und Regierungskollegen Sepp Rieder (SPÖ) und legte dann los: "Mit den für meine Geschäftsgruppe vorgesehenen Budgetmitteln 2002 ist es unmöglich, die bisherigen Leistungen weiter zu erbringen." Die folgenden Zeilen des Briefes, in den der Falter Einsicht hat, sind eine Abrechnung mit den Sparplänen ihres Amtsvorgängers, des nunmehrigen Wiener Finanzverantwortlichen Rieder. Pittermann beklagt sich über hinterlassene Schulden, Ungereimtheiten bei der Budgetrechnung


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