Künstler müssen leiden

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 38/01 vom 19.09.2001

MUSIK. Slipknot sind die neuen Liebkinder der Metal-Gemeinde. Ihr aktuelles Album "Iowa" ist verkaufsstrategisch ein perfektes Produkt, musikalisch jedoch nur ein sorgsam aufgeblasenes Nichts. 

Diese Platte sagt zum Hörer: Setz dich doch in diesen Sessel und mach es dir bequem - denn ich werde dir, so fest ich kann, in dein Scheißgesicht schlagen. Dieses Album ist entfesselt, unzensiert und ungezügelt - wir werden dich zerstören, und es gibt verdammt noch mal nichts, was du dagegen tun kannst!"

  Anschnallen, denn Corey Taylor, seines Zeichens "Frontpsychopath" (Pressetext) des amerikanischen Metal-Neuners Slipknot, hat gesprochen. Angesichts solcher Ansagen ist es kein Wunder, dass seine Band in kürzester Zeit eine weltweite, überwiegend postpubertäre Fangemeinde erobert hat. Bereits mit ihrem selbst betitelten Debüt aus dem Jahr 1999 haben Slipknot zweieinhalb Millionen Plattenkäufern beim Pflegen ihrer Frustrationen geholfen. Mit dem Nachfolger "Iowa" streben die Träger von


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