NEUE PLATTEN

Kultur | aus FALTER 38/01 vom 19.09.2001

POP

Temple X: xplosion

Hoanzl

Mit einem exzellenten Beispiel, wie man den heimischen Pop-Sumpf umschiffen kann, warten Temple X auf. Produzieren ließ die junge Kufsteiner Rock-Formation ihre Debüt-CD von Frank Tovey (Fad Gadget), als dessen Backing Band sie nun die notwendige Erfahrung bei 33 Support-Gigs von Depeche Mode sammelt. Weisen ihre Songs auch recht unterschiedliche Einflüsse von Alternative-Rock auf, dominiert doch eine Geistesverwandtschaft zu Placebo: Punkiger, psychedelischer Rock trifft auf gefühlvollen Gesang. Frontman Günter Bernhard beweist androgynes Charisma. Alles in allem noch kein ausgewogenes Meisterwerk, dennoch dürfen Temple X als eine große Rock-Hoffnung des Landes gelten.

WALTER PONTIS

Green Velvet: Whatever

Music Man / Soul Seduction

Der Spaßvogel und Entertainer Green Velvet ist eine der Ausnahmeerscheinungen der ansonsten gern gesichtslosen Techno-Welt. Mit einer Mischung aus New-Wave-Einflüssen, Techno in der funkigen Chicago-Ausprägung, Elektro- und Rock-Einsprengseln

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