Fauler Zauber

Kultur | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 38/01 vom 19.09.2001

FILM. Eine kulleräugige gute Fee verzaubert zurzeit ganz Europa. "Die falbelhafte Welt der Amélie" muss man einfach zauberhaft finden. 

Was gibt es über "Die fabelhafte Welt der Amélie" ("Le fabuleux destin d'Amélie Poulain"), eine Komödie von Jean-Pierre Jeunet, zu sagen, außer dass sie "zauberhaft" ist? Wenig bis nichts, könnte man glauben, denn: Können Millionen Franzosen, die die Kinos stürmen, irren? Heißt es nichts, wenn ein Film die Erzfeinde Chirac und Jospin gleichermaßen zu Tränen rührt? Ist es schlecht, wenn man ans Gute im Menschen glaubt? Nein, nein, und - natürlich - nein!!!

  Amélie Poulain (Audrey Tautou) also lebt in Paris, Montmartre. Tagsüber arbeitet sie als Kellnerin in einem Café voller schrulliger Existenzen, die Abende verbringt sie vor dem Fernseher und sammelt all die wunderlichen Ansichten einer ebenso verrückten wie zauberhaften Welt auf Videobändern. Am Abend, als Lady Di stirbt, beschließt Amélie, den Menschen ihres Viertels Gutes zu


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