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Kultur | PETRA RATHMANNER | aus FALTER 38/01 vom 19.09.2001

Wer möchte mit einer Schauspielerin, die aussieht, als wäre sie in einen weißen Farbtopf gefallen, Federball spielen? Oder unter der Anleitung eines Glatzköpfigen nach Herzenslust auf einen leeren Eimer trommeln? Oder lieber mit den anderen Besuchern unter eine Decke schlüpfen? Wer bei all dem "Ich!" schreit, ist bei der neuen Produktion des Wiener Unterhaltungstheaters, "... oder Sie im Weltraum", gut aufgehoben. Schließlich wissen Michael Aichhorn und Anselm Lipgens, die Macher von W.U.T., was sie ihrem Publikum seit nunmehr zehn Jahren schuldig sind: es aus dem bloßen Sitzen und Schauen herauszureißen und mit sanftem Aktionismus in die Handlung zu integrieren. Diese ist wie immer schwer nachzuerzählen und hat mit fünf Außerirdischen zu tun, die aus einem nicht unbedingt ersichtlichen Grund auf die Erde kommen, im Alten Kino landen und sich für das Thema Zeit interessieren. Dazu haben sie sich philosophische, physikalische, selbstmörderische und absurde Bemerkungen ausgedacht.


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