Schiele on the Wall

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 38/01 vom 19.09.2001

KUNST. Mit dem Leopold Museum eröffnet dieser Tage die letzte große und die publikumsträchtigste Institution im MuseumsQuartier. 

Am Samstag, den 22. September, ist es endlich so weit: Wiens berühmtestes Donaumuschelkalkgebäude, der White Cube des Leopold Museums, öffnet seine Pforten für die kommunen Besucher (am Tag davor findet ein "Künstlerfest" für geladene Gäste statt), die dann erstmals einige der wertvollsten und berühmtesten Ikonen des Wien-um-1900-Mythos bewundern können - darunter Hauptwerke von Gustav Kilmt, Egon Schiele, Oskar Kokoschka und Richard Gerstl.

  Eine Schiele-Figur, nämlich genau ein Viertel des "Hockenden Frauenpaars" von 1918, gab es dieser Tage schon als Werbesujet in zahlreichen Vierfarbinseraten zu sehen: Die Hälfte des einen Aktes mit bloßer Scham wird auf der Montage durch die Fotografie eines mit schwarzer Unterwäsche bekleideten Frauenaktes, die in ganz ähnlicher Stellung auf einem roten Samtsofa hockt, zur ganzen Figur ergänzt. Was


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige