WAS WAR/KOMMT/FEHLT

Politik | aus FALTER 39/01 vom 26.09.2001

WAS WAR

Start der ÖGB-Urabstimmung. Seit Montag tragen die Postler die Stimmzettel aus, in größeren Firmen stellen die Betriebsräte die Urnen auf: Bis 15. Oktober sollen die 1,4 Millionen ÖGB-Mitglieder sechs Fragen zu wichtigen Sozialthemen ("Plichtversicherung oder Versicherungspflicht", "Kampfmaßnahmen: Ja oder Nein?" etc.) beantworten und damit dem Gewerkschaftsbund den Rücken für künftige Verhandlungen mit der Regierung stärken. Präsident Fritz Verzetnitsch gab einiges vor: Die Urabstimmung sei erst dann ein Erfolg, "wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder daran teilnehmen". Seit Montag versuchen neben den Betriebsräten auch einige Promis für eine Teilnahme an der Abstimmung zu mobilisieren, wie etwa der frühere ORF-Moderator Günter Tolar oder die Schauspieler Adi Hirschal und Frank Hoffmann.

WAS KOMMT

Noch viele Partys im Flex. Vergangene Woche berichtete der Falter (38/01), dass sich das Flex wegen dem anstehenden U2-Ausbau eine neue Bleibe suchen muss. Denn auf den Plänen des Magistrats fand sich an der Stelle des Tanztempels am Donaukanal ein Transformator. Am Freitag stellte Bürgermeister Michael Häupl auf Anfrage der grünen Kultursprecherin Marie Ringler klar, dass das Flex bleibt. Der Transformator werde woanders aufgestellt.

WAS FEHLT

Arbeitstiere bei SPÖ und ÖVP. Jahrelang hat der Politologe Wolfgang Müller mit einem Team das Selbstverständnis der Abgeordneten im Parlament untersucht. Vergangene Woche legte er die Ergebnisse der Studie vor, die die Mandatare in Typen einteilt: Die so genannten "Zuschauer" etwa treten selten ans Rednerpult. Die "Showhorses" dagegen sind auf öffentlichkeitswirksame Auftritte bedacht, drücken sich aber vor parteiinterner Arbeit. Die Studie ist vor allem für SPÖ- und ÖVP-Politiker peinlich: Kein einziger Mandatar von Rot und Schwarz erhielt Bestnoten. Dafür qualifizierten sich zwei Drittel bei der SPÖ und mehr als die Hälfte bei der ÖVP für die Kategorie "Zuschauer".


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