Reden übers Steinigen

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 39/01 vom 26.09.2001

Muslime in Wien. Der Islam und die Intellektuellen. Von schweigenden Dissidenten, schariatreuen Lehrern, "68er-Muslimen" und der Angst der Linken, ihre Werte auch gegenüber dem Islam zu verteidigen.  

Gesucht: muslimische Intellektuelle in Wien, ihre ideologischen Herausforderer, ihre wildesten Debatten. Nicht um den Hammel im Hinterhof, die Schuhe des türkischen Hausmeisters oder das geschächtete Lamm soll es hier gehen. Sondern um Grundrechte, Frauenrechte, Freiheitsrechte jener Muslime, die in Wien leben. Nur selten wird darüber öffentlich und hart debattiert. Und wenn, dann nur von der FPÖ.

  Erste Hürde: Wo findet man eigentlich muslimische Intellektuelle? Vielleicht kann der katholische Religionsexperte aus dem Fernsehen helfen. Ein Dissident, ein streitbarer Kopf, der ins Thema einführen, Experten nennen könnte. Doch er will - "nicht bös sein" - nichts sagen. Nur so viel: "Ich kann jetzt sagen: ,Es stimmt, dass der Islam strukturell tolerant ist.'" Kurze Pause. "Aber


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