WIENZEUG

Politik | aus FALTER 39/01 vom 26.09.2001

Unfreiwillig wohnungslos. Die Caritas hat vergangene Woche bei einem Aktionstag auf dem Stephansplatz eine neue Broschüre über Wohnungslosigkeit vorgestellt: Das Heft handelt aber nicht nur von den so genannten "Sandlern", die unter der Brücke schlafen, sondern zeigt die vielfältigen Gesichter der Wohnungslosigkeit: Frauen, die Beziehungen eingehen, nur um einen Schlafplatz zu haben, Familien, die in desolaten Substandardwohnungen leben, Ausländer, die in Schubhaft sitzen, Menschen, die in Eisenbahnwaggons übernachten. Der Wiener Caritas-Präsident Michael Landau forderte: "Wir müssen den Sozialstaat armutsfest machen!" Einige der Vorschläge der Caritas: Tageszentren, Beratungsstellen und weitere Häuser speziell für Frauen, mehr eigenmittelfreie Wohnungen mit unbefristeten Mietverträgen, da sich viele Menschen die Bau- und Grundkostenbeiträge nicht leisten können; Wohnungen, die an Arme abgegeben werden, sollen eine Mindestausstattung hinsichtlich der vorhandenen Infrastruktur

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