Die Nase ist ein Hund

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 39/01 vom 26.09.2001

KABARETT. Das neue Programm von Thomas Maurer heißt "Stinknormal" und ist erstaunlich geruchlos. 

Wenn etwas komisch riecht, ist damit in den seltensten Fällen gemeint, dass es etwas zu lachen gibt. Gerüche sind betörend oder abstoßend, schal oder beißend, aber niemals witzig; unter den Sinnesorganen ist die Nase zweifellos das humorloseste. Umso überraschender also, dass das achte Soloprogramm von Thomas Maurer nicht nur "Stinknormal" heißt, sondern auch dem Generalthema Geruch gewidmet ist.

  Schon aus dramaturgischen Gründen spielen Solokabarettisten häufig verlassene, allein stehende Männer. Auch der Typ, den Maurer diesmal darstellt, ist Single: Seine Freundin ist mit der gemeinsamen Tochter heim nach Hermagor gezogen (was Maurer die Legitimation für ausgiebiges Kärnten-Bashing liefert) und hat ihm zweitens den gemeinsamen Chow-Chow überlassen. Hunde sind an diesem Abend Maurers beste Pointengeber: Einmal erzählt er, wie er von seinem chinesischen Nachbarn mit der


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