OHREN AUF! Schwyzer Musi

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 39/01 vom 26.09.2001

Noch bis vor 50 Jahren bildete der Klassizismus als neotonaler Rekurs auf "klassische" Stile den wichtigsten Gegenpol zu den seriellen, an Schönberg orientierten Kompositionstechniken - sozusagen den anderen Weg in die Moderne. Einige der faszinierendsten Werke des 20. Jahrhunderts sind Ergebnis der Frage, wie Bach, Haydn oder Beethoven im damaligen Heute komponiert hätten.

Getragen von Strawinsky, Hindemith, Milhaud oder Prokofjew war der Klassizismus international, hatte aber ein wichtiges Zentrum in der Schweiz, genauer, in Basel: Dort machte sich Paul Sacher, der Gründer und Dirigent des Basler Kammerorchesters (BKO), mit diesem und seinem Erbe des Hoffmann-LaRoche-Konzerns ab 1927 daran, zum bedeutendsten Musikmäzen und -sammler des Jahrhunderts zu werden. Freilich mit eindeutigen Präferenzen: Schönberg & Co. geflissentlich übersehend, gab Sacher Dutzende von Werken in Auftrag, die heute zu den Klassikern des Klassizismus zählen.

Das junge Kammerorchester Basel unter Christopher


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige