Captain, my Captain!

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 39/01 vom 26.09.2001

JOHN COOK (1935-2001). Der kanadische Regisseurs hat einige der besten österreichischen Filme gedreht. Letzte Woche ist er einem Herzversagen erlegen. 

So beiläufig, vergnügt und unbeschwert seine Filme wirken, so beiläufig hat er auch mit dem Filmemachen angefangen. John Cook, geboren 1935 in Toronto, studierte Literatur und Philosophie, ehe er Mitte der Fünfzigerjahre nach Europa kam, als (Mode-)Fotograf für Jardin des modes, twen, Harpers Bazaar arbeitete und 1968 in Wien hängen blieb. Die schönen Menschen, sagte er später, seien ihm langweilig geworden. Und zunächst nur aus Langeweile vielleicht sattelte er schließlich aufs Filmemachen um.

  Die vier Filme, die Cook in Wien gedreht hat, nehmen - dennoch? oder gerade deswegen? - einen zentralen Platz in der Geschichte des österreichischen Films der Siebzigerjahre ein. Wie kein anderer wusste Cook mit den "anarchischen" Produktionsbedingungen dieser Zeit (die "große" Filmförderung trat erst 1981 in Kraft) umzugehen und


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige