Aufgeblättert

Kultur | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 39/01 vom 26.09.2001

Mit Kolumnen ist es wie mit Fernsehserien. Hat man die ersten fünf überstanden, gewöhnt man sich an die handelnden Personen und will mehr von ihnen. Etwa von C, F und K, Polly Adlers esoterischen Freundinnen auf Diät und der Suche nach Liebe. Polly Adler stopft dieses "Chaos de Luxe" jede Woche im Freizeit Kurier in ein Feld so klein wie ein Hundert-Schilling-Schein. Weil Adlers Alter Ego Angelika Hager aber in Wien und nicht in London oder New York schreibt, wird ihre soeben erschienene Kolumnensammlung wahrscheinlich nicht als Film oder Fernsehserie enden. Wer flapsige Sprüche mag, wird "Familienstand: erledigt" und "Männer: Kinder mit Schulden" lieben. Andere könnten Polly verübeln, dass es offensichtlich sie war, die "zugange sein" als Universalverb in den österreichischen Magazinjournalismus eingeschleppt hat.

  Sprachlich unverdächtig ist Daniel Glattauer, der seine schönsten "Kommentare zum Alltag" ebenfalls zum Buch hat binden lassen. Glattauer füllt auf der Seite eins


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