Stadtrand: Der Tag des Butterbrots

Stadtleben | aus FALTER 39/01 vom 26.09.2001

Nicht nur, dass ein katholisches Land wie Österreich immer etwas zu feiern hat und das - bis auf die Fastenzeit - zumeist auch eher erfreuliche und geschenkreiche Anlässe sind (im Gegensatz zu unseren preußischen Nachbarn, die nur an Buß- und Bettagen frei kriegen), gibt es nebenbei noch ein unglaubliches Angebot an sonstigen Feiermöglichkeiten. Der Tag des Butterbrots zum Beispiel, der für vergangene Woche ausgerufen wurde und an Ihnen wahrscheinlich genauso vorbeigegangen ist wie der autofreie Samstag, der auch vergangene Woche stattfand. Ich persönlich würde ja den Tag der Margarine bevorzugen. Und noch besser fände ich den Tag der pflanzlichen Margarine, weil die wohl zehnmal gesünder ist als die immer noch in viel zu gutem Ruf stehende Butter. Mehr als Zeitbombe Cholesterin braucht man hier wohl nicht hinzuzufügen. Und mit dem Cholesterin sind wir schon beim nächsten Feiertag gelandet: Dem Welteitag. Ausgerufen für den 12. Oktober von der immer um die Hebung des Ei-Images bemühten Agrar Markt Austria. Bald werden wir wohl auch die Tage des Kuh-, Rind- und Schweinefleisches feiern dürfen. Wem das nicht passt, der kann ja auswandern. Nach Paris zum Beispiel. Dort findet am 13. Oktober die "Veggie Pride Parade" statt, wo Vegetarier stolz den Tag des fleischlosen Genusses feiern. N. H.


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