Freud fährt Ringelspiel

THOMAS PRLIC | Stadtleben | aus FALTER 39/01 vom 26.09.2001

MUSIK. Mit einem originellen Programm beschreitet das Wienerlied-Festival "Wean hean" heuer zum zweiten Mal neue Wege abseits ausgetretener Schrammel-Pfade. 

Man muss kein Wienerlied-Fan sein, selbst wenn man ein Wienerlied-Festival mitkonzipiert. Otto Brusatti gibt das auch ganz offen zu. "Wirklich gute Wienerlieder gibt es kaum", sagt er, obwohl er selber zwei Abende des "Wean hean"-Festivals moderiert. "Es gibt viele Lieder, die nur mehr dümmlich sind", schlägt auch die künstlerische Leiterin des Festivals, Gertraud Pressler, in dieselbe Kerbe.

  Das klingt so, als würden die Veranstalter ihr eigenes Festival madig machen. In Wirklichkeit ist genau das Gegenteil gemeint. Die Statements sind auf den breiten Mainstream des Genres bezogen, und damit hat "Wean hean", das heuer zum zweiten Mal stattfindet, ziemlich wenig zu tun. "Wir wollen Klischees brechen", erklärt Wolfgang Sturm, gemeinsam mit Pressler für Gesamtkonzeption und Leitung des Festivals verantwortlich.

  Mit Auftritten

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