Das schwedische Fest

Extra | Klaus Taschwer | aus FALTER 40/01 vom 03.10.2001

Der Nobelpreis ist die weltweit bedeutendste Auszeichnung, die Wissenschaftler und Schriftsteller erhalten können. Entsprechend grandios inszeniert werden die Feierlichkeiten in jenem Land, das selbst Weltmeister in Sachen Forschungsausgaben ist.

Aufwendige Zeremonie. Es ist der unumstrittene Höhepunkt des schwedischen Gesellschaftslebens. Selbstverständlich wird dafür auch die Hauptstadt festlich beflaggt - und das, obwohl sich am 10. Dezember nichts allzu Bedeutsames in der Landesgeschichte zugetragen hat: An diesem Tag starb bloß ein gewisser Alfred Nobel, der vor mehr als hundert Jahren unter anderem das Dynamit erfand. Das wäre an sich nicht der Rede wert, wenn der Herr Ingenieur nicht testamentarisch verfügt hätte, dass aus seinem Vermögen Preise für die bedeutendsten Leistungen auf den Gebieten Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur und Völkerfrieden zu stiften seien. Von irgendwelchen Zeremonien war da nicht die Rede.

Dass der Nobelpreis als der mit Abstand


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