Medaillenbilanz der Forschung

Extra | Wolfgang L.Reiter | aus FALTER 40/01 vom 03.10.2001

Beim Nobelpreis greifen Vergleiche mit Länderspielen und Weltmeisterschaften zu kurz. Die nationale Verteilung der Laureaten macht aber klar, dass die USA nach 1945 zum Zentrum der wissenschaftlichen Welt avancierten - und in Österreich etliche Nobelpreisträger zwar geboren, aber nicht gefördert wurden.

Geist des Internationalismus. "Es ist mein ausdrücklicher Wunsch, dass bei der Verleihung des Preises der Umstand der Nationalität der Kandidaten in keiner Weise Berücksichtigung erfahren darf", schrieb denn auch Alfred Nobel in seinem Testament vom 27. November 1895, in dem er die Verleihung von Preisen für Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur und Frieden an jene festlegt, "die während des abgelaufenen Jahres den größten Nutzen für die Menschheit erbracht haben".

Die nationalen Erbsenzähler scheinen dem noblen Geist des Internationalismus, der Alfred Nobels letzter Wille durchweht, nicht ganz folgen zu wollen. Es ist wie bei den Länderspielen und Weltmeisterschaften:


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