Braune Flecken am Frackhemd

Benedikt Föger und Klaus Taschwer | Extra | aus FALTER 40/01 vom 03.10.2001

Konrad Lorenz war Österreichs bis heute wohl populärster Nobelpreisträger. Ein Rückblick auf die Feierlichkeiten im Jahr 1973 und die damaligen Diskussionen rund um die Vergangenheit des Verhaltensforschers, der - wie sich nun zeigt - tiefer in den Nationalsozialismus verstrickt war, als bisher angenommen.

Die Nachricht kam überraschend, aber nicht ganz unerwartet. Konrad Lorenz lag an jenem 12. Oktober 1973 mit einer hartnäckigen Grippe im Bett, als das Telefon läutete: Ein Reporter bat um ein Interview. Lorenz' Frau Margarethe lehnte schroff ab, ehe der ausländische Journalist darauf hinwies, dass ein Anruf aus Stockholm doch etwas bedeuten sollte.

Wenig später meldete sich ein Nachbar, der gerade im Radio die freudige Nachricht gehört hatte: Der 70-jährige Verhaltensforscher war gemeinsam mit seinem Landsmann, dem Bienenforscher Karl von Frisch, und dem Niederländer Nikolaas Tinbergen mit dem Nobelpreis für Medizin und Physiologie des Jahres 1973 ausgezeichnet worden. Erstmals

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