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Daniel Kehlmann | Extra | aus FALTER 40/01 vom 03.10.2001

Jedes Jahr vergibt die Zeitschrift "Annals of Improbable Research" den Ig-Nobel-Award, um wissenschaftliche Leistungen auszuzeichnen, die "nicht wiederholt werden können oder sollen". Jurymitglied Marc Abraham legt großen Wert darauf, dass es sich keinesfalls um eine Verspottung handle, sondern um den Versuch, die grundsätzliche Zweideutigkeit des Daseins darzustellen: "It honors the great muddle in which most of us exist much of the time. Life is confusing." Die Preise werden im Rahmen einer großen Zeremonie an der Harvarduniversity übergeben, die Geehrten reisen auf eigene Kosten an und erhalten ihre Trophäen aus den Händen echter Nobelpreisträger.

Noch warten wir gespannt auf die Bekanntgabe der neuen Preisträger; doch vor der offiziellen Zeremonie am 4. Oktober wird nichts durchsickern. Im letzten Jahr wurden unter anderem folgende Ehrungen vergeben: Psychologie an David Dunning und Justin Kreuger für eine Studie darüber, wie die Unfähigkeit, eigene Defekte zu erkennen, zu

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