Polit-Bildung "light"?

Vorwort | ANTON HOLZER | aus FALTER 40/01 vom 03.10.2001

KOMMENTAR. Politische Bildung als Unterrichtsgegenstand - wie ernst ist es der Politik damit? 

Wer fürchtet sich in Österreich vor der "politischen Bildung"? Anscheinend niemand mehr. Das ist neu. Jahrelang wurde um die Einführung eines Unterrichtsfaches "politische Bildung" an Österreichs Schulen heftig gestritten. Seit 1978 gibt es ein zahnloses "Unterrichtsprinzip", das im Klartext lautet: "politische Bildung" im Prinzip ja, aber in der Praxis jein. Das Ergebnis: Es blieb ein "Orchideenfach" in der Schule. Das Institut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF) an der Universität Innsbruck, das seit einigen Jahren einen Lehrgang "politische Bildung" anbietet, rechnete jüngst vor: Von mehr als 120.000 österreichischen Lehrern und Lehrerinnen haben weniger als zwei Prozent Fortbildungsveranstaltungen besucht, um "politische Bildung" zu unterrichten.

  Noch vor nicht allzu langer Zeit hatte FPÖ-Schulsprecher Karl Schweitzer im Parlament gegen Lehrer gewettert, die


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