HERO DER WOCHE: Ernst Strasser

Politik | aus FALTER 40/01 vom 03.10.2001

Zugegeben: Falter-Abonnent und Innenminister Ernst Strasser hat es mit seiner angeblichen "Lieblingszeitung" nicht immer leicht. Was musste er hier nicht alles lesen: schwarzer Postenschacher, Demütigung der Zivildiener, Bespitzelung von harmlosen Schauspielern, mangelnder öffentlicher Mut, wenn es um Übergriffe aus den eigenen Polizistenreihen geht. Doch letzte Woche zeigte Strasser einmal die Größe, die sein roter Amtsvorgänger oft hatte vermissen lassen. Als Haider forderte, Flüchtlinge aus Afghanistan in Drittstaaten "zu deponieren", verwies der Innenminister lapidar auf die Grundrechte, forderte, "jetzt von Kraftausdrücken" abzusehen, und empfahl dem ehemaligen Uni-Assistenten Haider, bei seinem Jus-Professor "Nachhilfe zu nehmen". Zur Forderung "Fingerabdrücke für alle" meinte Strasser: "Wir in Österreich halten uns an die Verfassung." Strasser zeigte der FPÖ mit Witz und Härte ihre Grenzen.


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