In schlechter Verfassung

Politik | FLORIAN KLENK und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 40/01 vom 03.10.2001

BÜRGERRECHTE. Die österreichische Debatte um den Fingerabdruck ist nur eine kleine Fußnote zu einer harten Auseinandersetzung: Darf man Bürgerrechte im Kampf gegen den Terror suspendieren?  

Im Formular sind zehn kleine Kästchen eingezeichnet. Der Bürger muss seine Finger "von Nagelkante zu Nagelkante" zuerst auf einem Bogen mit Druckerschwärze und dann in einem der Kästchen abrollen. Dann hat er Angaben zu "Rasse/Typus", "Gestalt", "Gesichtsform" und "Volksgruppe" zu machen.

  Rund fünf Millionen Fingerabdrucke sind auf solchen Blättern und im Computer des Innenministeriums gespeichert. Bislang sind es nur die von Strizzis, Mördern, Einbrechern und anderen verdächtigen Subjekten.

  Nun sollen achtzig Millionen Finger ins Stempelkissen gedrückt werden. Peter Westenthaler, Klubobmann der FPÖ, will "Fingerabdrücke für alle". Westenthalers Vision: "Am Flughafen halten die Passagiere dann an der Grenze ihre Finger auf einen Scanner. Durch einen Link zu den Kriminaldateien


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