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Politik | THOMAS VASÇEK | aus FALTER 40/01 vom 03.10.2001

BÜRGERRECHTE. Privatsphäre versus Überwachung: Wie demokratische Politik ihren Einfluss auf das Internet zurückgewinnen kann. 

Kriege gehen immer auf Kosten der Freiheit. In Zeiten der Bedrohung werden Bürgerrechte eingeschränkt. Im Kampf gegen den Terrorismus scheint beinahe jedes Mittel recht. Von Telefonüberwachung ohne richterlichen Auftrag bis zum Fingerabdruck im Pass: Was vor dem 11. September noch undenkbar war, wird jetzt im Eilverfahren durch- und umgesetzt.

  Die Debatte über die Balance von Freiheit und Kontrolle ist alt. Doch die Terrorangriffe fallen mitten in eine sensible Phase. Ohnedies scheint die Privatsphäre im Internetzeitalter von allen Seiten bedroht. Nun fürchten die Datenschützer totale Kontrolle, den endgültigen Sieg des Überwachungsstaats gegen die Bürgerrechte.

  Die Wahrheit ist komplizierter.

  Einerseits bringt die technologische Entwicklung immer effizientere Überwachungsmethoden hervor. Andererseits schafft sie auch bessere Instrumente


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